Olivenoel aus Istrien in Kroatien - Natives Olivenoel Extra

Güteklassen von Olivenöl

Güteklassen von Olivenöl

Olivenöl wird in Europa in mehrere Güteklassen eingeteilt. Laut einer europäischen Verordnung aus dem Jahr 2007 unterscheidet man Olivenöl in acht Kategorien. Diese beschreiben die Qualität der Öle, unter denen diese anschließend verkauft werden können. Seit 2011 dürfen Olivenöle laut EU-Verordnung in neun Güteklassen aufgeteilt werden. Die Gütebezeichnung „nativ extra“ gibt es also erst seit dem Jahr 2011.

Das Öl mit der besten Güteklasse heißt „Natives Olivenöl Extra“. Öl darf nur so bezeichnet werden, wenn es kaltgepresst ist, ohne übermäßige Temperatureinwirkungen schonend hergestellt ist und aus erster Pressung gewonnen wird. Dies ist natürlich das hochwertigste und qualitativ beste Öl. Aus wirtschaftlichen Gründen ist seit April 2011 eine Beimischung von qualitativ schlechterem Öl erlaubt, welches aber höchstens Güteklasse 3 entsprechen darf.

Öl der Güteklasse zwei heißt „Natives Olivenöl“. Dieses unterscheidet sich kaum vom Öl der ersten Güteklasse. Es ist ebenfalls kaltgepresst und ohne große Temperatureinwirkungen hergestellt. Bei diesem Produkt sind jedoch kleine Fehler enthalten, die auf Geschmack und Qualität nur ein wenig Einfluss nehmen.

Das Öl der dritten Güteklasse wird „Gewöhnliches natives Olivenöl“ genannt. Es ist wiederum kaltgepresst und war bei der Herstellung keinen übermäßigen Temperaturunterschieden ausgesetzt. Es ist zum Verzehr geeignet, darf aber innerhalb der Europäischen Union (EU) nicht verkauft werden.

Das Öl der Güteklasse vier ist unter keinen Umständen für den Verzehr geeignet. Es nennt sich „Lampantöl“. Es ist deutlich fehlerhaft und nur zur Verwendung für Lampen geeignet. Es ist qualitativ schlecht und muss erst raffiniert werden, damit es wieder genießbar wird.

„Raffiniertes Olivenöl“ wird das Öl der Güteklasse fünf genannt. Es ist problemlos genießbar und zum Verzehr geeignet, jedoch fehlen die typischen Geschmacksstoffe und Geruchsanteile von Olivenöl.

Die nächste Güteklasse, Nummer sechs, benennt sein Öl „Olivenöl“, ohne jede namentlichen Zusätze. Dies ist eine Mischung des raffinierten Öls der Güteklasse fünf und nativem Olivenöl der Güteklassen eins bis drei. Hier ist aber keine Regelung über die Mischungsverhältnisse vorgeschrieben. Der Anteil des nativen Olivenöls kann also von 1% bis zu 99 % betragen. Je mehr davon enthalten ist, desto intensiver schmeckt das Öl. Jedoch wird aus wirtschaftlichen Gründen eine Beimischung von mehr als 2 % nicht vorgenommen.

Die siebte Güteklasse beschreibt ein Öl mit dem Namen „Rohes Oliventresteröl“. Dieses Produkt wird aus dem Trester, dem festen Rückstand aus Kernen, Schalen und Fruchtfleisch nach der Pressung, gewonnen. Dieser Trester wird mit dem Lösungsmittel Hexan ein zweites Mal gepresst und daraus entsteht dieses Öl. Es ist ausdrücklich nicht zum Verzehr geeignet.

Die achte Güteklasse bezeichnet wiederum ein Öl, das aus dem Trester gewonnen wird. Es heißt „ Raffiniertes Oliventresteröl“. Es ist zwar zum Verzehr geeignet, aber enthält keinen Geschmack. Es ist das Öl, das entsteht, wenn man das rohe Oliventresteröl dem Vorgang der Raffinierung unterzieht. Die Qualität ist hier natürlich äußerst gering.

Das Öl der letzten Güteklasse nennt sich „Oliventresteröl“ und ist ein Gemisch aus Ölen anderer Güteklassen. Hier wird raffiniertes Oliventresteröl der Güteklasse acht mit nativem Olivenöl der Güteklassen eins bis drei gemischt. Dies macht es wieder zum Verzehr möglich. Auch bei dieser Ölmischung ist das Mischverhältnis nicht vorgeschrieben.

In Deutschland ist es jedoch nur erlaubt, „Natives Olivenöl extra“ (Güteklasse eins), „Natives Olivenöl“ (Güteklassen zwei) und „Olivenöl“ (Güteklasse sechs) im Einzelhandel zu verkaufen.

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